„Und plötzlich fiel der Interviewpartner um“

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Er ist „die Stimme“ wenn es um Moderationen für Events im In- und Ausland geht – Bernd Cernin. Über seine Karriere meint er selbst: „Seit intensiven 15 Jahren bin ich nun Moderator mit ‚erdigen Wurzeln‘. Begonnen hat alles im Krallerhof, wo ich 1995 als Tennis- und Skilehrer arbeitete und die Veranstaltungen des Hotels, wie etwa das legendäre Hüttenspringen, für die Gäste moderierte.“

Verlässlichkeit und Spontanität zählt er selbst zu seinen großen Stärken. Und diese Spontanität war auch bei seinem Karriere-Hoppala gefordert, wie er dem „platzhirsch“ berichtet: „Es war im Jahr 1990 und ich war damals noch Radiomoderator bei ORF-Salzburg. Für die Sendung ‚Raderlebnis‘ radelte ich als begleitender Reporter mit den jeweiligen Teilnehmern aus der Region. Eines Tages stand ein Live-Einstieg von Oberndorf bei Salzburg an und ich wartete mit meinem Interview-Partner, einem Tourismusmanager der Region, direkt vor der Stille-Nacht-Kapelle auf unser Startzeichen für die Übertragung. Genau in dem Moment, als das Signal aus dem Funkwagen zeigte, dass wir live auf Sendung sind und ich meine erste Frage stellen wollte, fiel mein Interviewpartner ohnmächtig um. Während er sofort von zwei Leuten versorgt wurde, stand ich nun allein mit meinem Mikrofon vor der Stille-Nacht-Kapelle und musste aus dem Stegreif heraus improvisieren. Kurzerhand hielt ich einen Monolog über den Ort und die berühmte Kapelle, denn die Redaktion im Studio und die Hörer daheim hatten von dieser Panne natürlich nichts mitbekommen. Drei Minuten Sendezeit können da sehr lang werden, besonders weil der Ohnmächtige ja noch immer zu meinen Füßen lag und ich in Sorge war, ob es ihm gut ging. Nach dem Live-Einstieg – mein Interviewpartner war schon am Weg ins Krankenhaus – klärte ich das Team im Studio über den Grund für das ausgefallene Interview auf. Dem Tourismusmanager ging es übrigens rasch wieder besser, und er war schon am selben Abend wieder beim Aktionstag mit dabei. Seit damals gab es natürlich noch manches kleine Hoppala, doch das gehört für einen Moderator fast schon zum Tagesgeschäft und fordert das Improvisationsvermögen.“

[platzhirsch – das Regionalmagazin]